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TS 4 Triumph von Koebe/Luckenwalde Baujahr 1928 wurde 1999 durch Kameraden Wasmund vor der Verschrottung bewahrt. Die Pumpe war zur oben genannten Zeit bei der FF Sacrow bei Potsdam stationiert.
Krongut Bornstedt
Das unter Denkmalschutz stehende italienische Dörfchen Potsdams verdankt seinen Namen dem Lehnherren Esicus de Bornstedte, der um 1157 mit Albrecht dem Bären hierher kam. Die Geschichte des Ortes ist verbunden mit der Familie von der Gröben, mit dem Soldatenkönig, der das Gut dem Großen Militärweisenhaus unterstellte, mit Friedrich Wilhelm IV, dem Romantiker auf dem Thron, der den Architekten Haeberlin nach dem Brand 1846 mit der Errichtung im italienischen Stil beauftragte. Prägend für das Anwesen war Kronprinzessin" Viktoria " die mit ihrem Mann, dem 99-Tage Kaiser, und ihren Kindern hier im Sommer lebte und aus dem Hof ein Mustergut der Hohenzollern formte. Die letzte im blaublütigen Reigen war Prinzessin " Feodora ", die Künstler um sich versammelte und ganz nebenbei einer Schokoladensorte zu ihrem Namen verhalf.
Die Abbildung zeigt Kameraden der Bornstedter Wehr im Jahre 1926. Im Hintergrund ist eine Handdruckspritze zu sehen. Durch kriminal technische Untersuchungen ( durch das LKA Brandeburg ) dieses Bildes ist es gelungen, die Initialen "Bornstedt 1909" zu entziffern. Da es uns bis heute nicht gelang ein formelles Gründungsdatum zu ermitteln, könnte man zumindest das Jahr 1909 als Gründungsjahr der FF Bornstedt annehmen. 1910 wurde ein Löschverband zwischen den Landgemeinden Bornstedt, Nedlitz sowie dem Gutsbezirk Bornstedt gegründet, der allerdings schon seit 1891 auf Grund königlichen Erlasses als Zweckverband bestand hatte. 1925 verfügte die Wehr über 20 Steigerausrüstungen. In jener Zeit war die Bornstedter Feuerwehr im "Brandenburgischen Provinzial - Feuerwehr - Verband "organisiert, der im Jahre 1927 sein 50 Jährige's bestehen feierte .
Mitte der zwanziger Jahre konnte sich die Bornstedter Wehr bei 2 großen Bränden bewähren. So brannte in Marquardt auf dem Gehöft des Gemeindevorstehers eine mit Getreide gefüllte Scheune. Das Feuer griff sehr bald auf zwei Stallungen und das Wohnhaus über. Gemeinsam mit der Potsdamer Berufsfeuerwehr und Wehren aus Bornim, Fahrland und umliegender Gutswehren konnte eine angrenzende Gastwirtschaft geschützt und das Feuer gelöscht werden.
Ein großes Schadenfeuer wütete wenig später in der Nähe der früheren Gardeschießstände im Militärrestaurant " Katharinenhof " ( Amundsenstrasse/Katharinenholz Strasse ) in Bornim ( heute Bornstedt ) bei Potsdam. Dort brach auf dem Boden des Restaurants ein Feuer aus, das den ganzen Dachstuhl und zwei Wohnungen einäscherte. Potsdamer, Bornstedter und Bornimer Wehren waren zur Hilfe geeilt. Nach 2 Stunden gelang es das Feuer auf seinen Herd zu beschränken.
Am 15.02. 1927 fand eine Generalversammlung der Bornstedter Wehr im Lokal "Kronprinzengarten" ( heute Schülertreff Potsdamer/Ribbeckstrasse ) statt. Zitat aus dieser Versammlung: " Es bricht sich immer mehr die Erkenntnis Bahn, dass Feuerwehren und besonders freiwillige Feuerwehren in unserer Zeit mehr denn je nötig sind. Der Feuerwehrmann ist ein freier Mann, wie jeder andere Staatsbürger, der aber durch seinen Eintritt in die Wehr bekundet, dass seine Arbeit ohne geordnetes diszipliniertes Handeln keinen oder nur einen geringen Erfolg hätte. Deshalb unterstellt er sich gern und willig den selbst gewählten Führern. Treue um Treue und gegenseitiges Verstehen ist die Losung."
( Quelle: Ausgaben der Preussischen Feuerwehrzeitung aus den Jahren 1926, 1927, 1928. )

Grussadresse des Reichspräsidenten von Hindenburg anlässlich des
50 jährigen Bestehens des Brandenburgischen Provinzial-Feuerwehr
Verbandes e.V.